Priv. Doz. Univ. Lektor
Dr. Ramzi Gilbert Sayegh

Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, Augen- und Lidchirurgie

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Priv. Doz. Univ. Lektor Dr. Ramzi Gilbert Sayegh

Alterssichtigkeit

Alterssichtigkeit (Presbyopie)

Viele Menschen sind mit zunehmendem Alter von Sehschwäche betroffen. Ab dem 40. Lebensjahr treten bei den meisten erste Anzeichen auf. Bei einer „normalen“ Kurz- oder Weitsichtigkeit kann durch eine Lesebrille, eine Gleitsichtbrille oder Multifokallinsen Abhilfe geschaffen werden. Anders verhält es sich jedoch mit Augenkrankheiten, die vermehrt ab diesem Alter in Erscheinung treten können.

Was ist unter Alterssichtigkeit (Presbyopie) zu verstehen

Die gewöhnliche Alterssichtigkeit oder Presbyopie ist eine Art der Weitsichtigkeit, die dadurch entsteht, dass sich das Auge nicht mehr richtig auf nah und fern einstellen kann. Diese Fähigkeit des Auges sich auf die gewünschte Distanz einzustellen, nennt man Akkommodation und wird durch eine Veränderung der Linsenkrümmung gesteuert. Bei allen Fehlsichtigkeiten (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit) liegt der Grund für die Unschärfe beim Sehen daran, dass der Brennpunkt, nicht auf der Netzhaut liegt und dadurch nicht scharf gesehen wird. Bei Kurz- bzw. Weitsichtigkeit entsteht das dadurch, dass der Augapfel zu lange bzw. Zu kurz ist. Anders verhält es sich bei Alterssichtigkeit. Hier kann sich das Auge nicht mehr richtig auf die notwendige Entfernung einstellen. Das liegt daran, dass die Augenlinse und die Augenmuskulatur mit den Jahren verändern und in ihrer Funktion nachlassen.

Gründe für eine Alterssichtigkeit

Alterssichtigkeit macht sich meist ab dem 40. Bis 45. Lebensjahr bemerkbar aber dieser natürliche Prozess startet schon viel früher. Schon ab dem Kindesalter sammeln sich Einlagerungen in der Augenlinse an und es bildet sich zusätzliches Bindegewebe. Dadurch wird die eigentlich flexible Linse härter und es wird schwieriger für das Auge den Effekt (Wölbung) zu erzielen, um in der Nähe scharf sehen zu können.

Welche Symptome sind zu bemerken?

Typisch für Alterssichtigkeit sind Menschen über dem 40. Lebensjahr, die zum Beispiel Bücher weiter von sich weghalten müssen, um sie lesen zu können. Sehr kleine Schrift wirkt verschwommen und wird unleserlich. Auch Handarbeiten werden mühsamer, die Augen werden schnell müde und man leidet öfter an Kopfschmerzen. Generell erscheinen nahe Objekte nie ganz scharf und immer zumindest etwas verschwommen.

Welche Therapie gibt es bei Alterssichtigkeit?

Üblicherweise wird die Alterssichtigkeit nicht therapiert, sondern korrigiert. Man benötigt also eine geeignete Brille oder Kontaktlinsen. In einfachen Fällen, wenn sonst keine weitere Fehlsichtigkeit vorliegt reicht es aus eine Lesebrille zu verwenden. Auch in diesem Fall sollte man aber zur Sicherheit die Augen untersuchen lassen, weil häufig die Sehschwäche der beiden Augen voneinander abweichen. Liegt bereits eine Kurz- oder Weitsichtigkeit vor kann man eine Gleitsichtbrille tragen. Diese Brillen vereinen in einem Glas Sehschwächen sowohl im Nah- als auch Fernbereich zu korrigieren. Das macht einen häufigen Wechsel zwischen unterschiedlichen Brillen überflüssig. Es gibt auch Kontaktlinsen, so genannte Multifokale Kontaktlinsen, die über mehrere Bereiche zur Korrektur der Fehlsichtigkeit verfügen. Sie funktionieren in ähnlicher Weise wie Gleitsichtbrillen.

Andere Gründe für Fehlsichtigkeit im Alter

Die gewöhnliche Alterssichtigkeit oder Presbyopie ist eher harmlos und gehört zu den allgemeinen Erscheinungen des Alterns von denen jeder Mensch mehr oder weniger betroffen ist. Anders verhält es sich allerdings mit Erkrankungen des Auges, deren Auftreten mit dem Alter leider auch an Wahrscheinlichkeit gewinnen. Zu diesen zählen die Netzhautablösung, der Graue Star, der Grüne Star oder auch die Makuladegeneration. Diese Krankheiten sind sehr ernst zu nehmen, weil sie bei zu schwerwiegenden Folgen bis hin zum Verlust der Sehkraft führen können, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und therapiert werden! Es ist unbedingt anzuraten sofort einen Augenarzt aufzusuchen, wenn man nicht scharf sehen kann, alles gräulich erscheint, man in einzelnen Bereichen des Gesichtsfeldes nichts sieht oder man gar den Eindruck von Lichtblitzen oder schwarzen Flecken hat. Das sind alles Anzeichen unterschiedlicher Erkrankungen bei denen Schlimmes verhindert werden kann, wenn sie früh erkannt werden.

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