Priv. Doz. Univ. Lektor
Dr. Ramzi Gilbert Sayegh

Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie
Augen- und Lidchirurgie

Alle Untersuchungen sind in den folgenden Sprachen möglich:

Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, Augen- und Lidchirurgie

Priv. Doz. Univ. Lektor Dr. Ramzi Gilbert Sayegh

Makulaerkrankungen

Was ist eine „Makula“ und was bedeutet „Makuladegeneration“?

Die Makula ist ein kleines Areal der Netzhaut, in der Mitte des Augenhintergrundes. Dieser nur wenige Quadratmillimeter große Fleck ist für wesentliche Sehleistungen verantwortlich: Lesen, Erkennen von Gesichtern und feinen Einzelheiten sowie dem Unterscheiden von Farben. Die ganze übrige Netzhaut nimmt hauptsächlich nur Umrisse und Hell-Dunkel-Kontraste wahr. In der Makula herrscht ein reger Stoffwechsel, welcher zu Ablagerungen unter der Netzhaut und in weiterer Folge zu Funktionseinbußen führen kann. Dies bezeichnet man dann als „altersabhängige Makuladegeneration“ oder kurz „AMD“. Die Folge ist, dass man in der Mitte des Gesichtsfeldes verschwommen, verzerrt oder einen dunklen Fleck sieht. Da nur die Netzhautmitte, also die Makula, betroffen ist, bleibt das äußere Gesichtsfeld erhalten.

Die Makuladegeneration entwickelt sich mit dem Alter, meist ab dem 60. Lebensjahr. Obwohl die exakten Ursachen nicht eindeutig geklärt sind, möchte ich Ihnen einige mögliche Ursachen bzw. Risikofaktoren auflisten, die unter anderem eine Rolle spielen könnten:

  • Höheres Lebensalter
  • Familiäre Vorbelastung
  • Genetische Veranlagung
  • Rauchen
  • UV-Strahlen
  • Bewegungsmangel
  • Unausgewogene Ernährung
  • Oxidativer Stress
Im Frühstadium wird die Makuladegeneration meist durch Zufall bei einer Augenuntersuchung festgestellt, da oft keine Einschränkungen des Sehvermögens auftreten. Doch je weiter die Erkrankung voranschreitet, desto mehr nimmt die Sehschärfe ab, besonders im Zentrum des Blickfeldes.
 
Betroffene bemerken das Problem meist mit einer höheren Lichtempfindlichkeit (vor allem Nachts) und einer Verschlechterung der Sehleistung. Besonders beim Lesen bemerken Betroffene, dass Sie die Buchstaben nicht mehr klar erkennen können und vereinzelte Textzeilen verschwimmen.
 
Hat die Makuladegeneration bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht, können dunkle Flecken im zentralen Sichtfeld Auftreten und die Sehschärfe drastisch einschränken.
Bei der „feuchten“ Makuladegeneration, die sich bei einem kleineren Teil der Patienten aus der trockenen Form entwickelt, spriessen als Reaktion auf die Drusen kleine Gefäßknospen unter die Netzhaut. Diese neu gebildeten Gefäße sind undicht, weshalb die Netzhautmitte anschwillt. Auch kann es aus diesen nicht so stabil gebauten Gefäßen bluten. Sie können schließlich dazu führen, dass sich die Netzhautmitte in eine Narbe umwandelt und die Sehzellen zu Grunde gehen. Im Gegensatz zur trockenen kann die feuchte Form sehr rasch voranschreiten.

Bei der „trockenen“ Form wird zwischen einem Früh- und einem Spätstadium unterschieden. Das Frühstadium der trockenen Makuladegeneration erkennt man bei der Spiegelung des Augenhintergrundes an Drusen (Ablagerungen unter der Netzhaut). Dabei ist das Sehen meist nur geringfügig eingeschränkt.

Im Spätstadium der trockenen Makuladegeneration gehen Sinneszellen zu Grunde und das zentrale Sehen verschlechtert sich erheblich. Im Gegensatz zur feuchten Degeneration schreitet sie aber sehr viel langsamer voran.

  1. Spiegelung des Augenhintergrundes und der Makula mit einer Lupe an der Spaltlampe
  2. OCT Untersuchug
  3. Untersuchung mit Sehzeichen auf der Sehtafel und dem Amsler-Netz
  4. Farbstoffuntersuchungen (Fluoreszenzangiographie)
Rauchen und Bluthochdruck sind offenkundige Risikofaktoren bei der altersabhängigen Makuladegeneration. Der Blutdruck sollte regelmäßig kontrolliert und nach Empfehlungen des Hausarztes und Internisten mit Medikamenten eingestellt werden. Auch wenn die Rolle des Sonnenlichts und der UV-Strahlung noch nicht ganz geklärt ist, bestehen doch Hinweise darauf, dass man bei besonders hellem Licht, etwa in den Bergen und am Meer, eine Sonnenbrille zum Schutz tragen sollte.

Auch wenn ein Durchbruch in der Behandlung, insbesondere eine „Heilung“, gegenwärtig noch aussteht, gibt es jedoch schon heute Behandlungsverfahren, mit denen der Krankheitsprozess aufgehalten oder verlangsamt werden können:

  • Medikamente
  • Laserbehandlung
  • Chirurgischer Eingriff

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